Mein Standpunkt zur Hundeerziehung

Der überwiegende Teil der Hundehalter stellt leider oft genug fest, dass ihre Hunde in Sachen "Sitz, Platz, Fuß ... " sehr gut trainiert sind, dies meist in den entscheidenden Situationen aber nicht leisten wollen oder es nicht leisten können. Ich habe mich gefragt: "Warum ist das so?" und mich während des Studiums von der Hundeschule meiner Eltern getrennt, um eine zeitgemäßere Ausbildung anbieten zu können.

 

Mir wurde schnell klar, dass sich um das soziale Lernen des Hundes als soziales Lebewesen, gerade im Welpenalter zu wenig gekümmert wird. Nämlich sich sich am souveränen Status des Menschen zu orientieren.

 

Es sind nicht die Listen- oder Kampfhunde sondern die unbegrenzten Hunde, die für Schlagzeilen sorgen und dann ins Tierheim gebracht oder sogar getötet werden müssen. "Sitz, Platz, Fuß ..." können sie alle. Nie gelernt haben sie, sich angepasst in unserer Welt zu bewegen und eine ernsthafte Beziehung mit ihren Menschen einzugehen.

 

Dazu gehört die angepasste Begrenzung des Hundes genauso dazu, wie der liebevolle und behutsame Umgang mit ihm. Mit Begrenzung ist nicht das permanente Unterdrücken und Maßregeln des Hundes gemeint, sondern der intelligente Einsatz unterschiedlichster Möglichkeiten im Umgang mit dem Hund.

 

Unweigerlich muss dies zu der Erkenntniss führen, sich sowohl von sinnlosen "Softmethoden" wie von "festen Methoden" und vor allem von "gewaltsamen Erziehungsmethoden" eindeutig zu distanzieren!

 

Als engagierte Hundetrainerin liegt es in meiner Verantwortung, für die Menschen, welche sich vertrauensvoll an mich wenden, Wege zu finden, die Hund und Mensch gleichermaßen gerecht werden. Ich sehe es nicht nur als meine Aufgabe, einzig Ihre fachliche Kompetenz zu fördern, sondern auch darin, den Blick für die Verantwortung, die jeder Einzelne von Ihnen übernommen hat, zu schärfen. 

 

Erziehung hat sehr viel mit Beziehung zu tun, mit Verständnis und der Freude daran, Fehler machen zu dürfen, Konflikte dankbar anzunehmen und als Chance zu nutzen, die Mensch-Hund-Beziehung weiter zu entwickeln. Emotionen, die in der Partnerschaft mit dem Hund natürlich unser Handeln bestimmen, dürfen uns nicht alleine leiten. Der höfliche und freundliche Umgang mit dem Menschen sowie der respektvolle Umgang mit dem Tier sind stets die Basis für meine Arbeit.

 

Für diese Ideale stehe ich und ich werde auch in Zukunft weder veraltete Modelle vertreten noch den immer wechselnden Modetrends und Erziehungshilfsmitteln der "Hunde-Industrie" nacheifern. Diese haben meist nichts mit Hundeerziehung zu tun, sondern kosten viel Geld und tragen die Hundehalter oft nur von einer Hoffnungswelle zur nächsten.

 

Ihre Monika Saus